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 Franz Kienmayer (1886 Wien -1963)
Jules Zermati | signiert
Sighard Gille | Das Atelier“ 1987/88 | Öl/Hartfaser |276 x 171 cm
Anna Tessenow | Balkonhaus | 140 x 180 cm, Öl auf Leinwand
| 2009
Wir präsentieren ab dem 15.10.2011 eine kleine, aber feine Auswahl von Gemälden des Berliner Malers DYNE im Geschäft des Optikers Reinl, Markt 1 ( Läden im Alten Rathaus ) in Leipzig.
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Rudolf Voigt (1925 Leipzig- 2007 Leipzig)
Frühe Zeichnungen und Gemälde
Ausstellungszeitraum: verlängert bis Ende Mai 2012
Ausstellungsort: Katharinenstr. 1-3, 1. OG
Rudolf Voigt, der 1949 die Ausbildung seiner bildnerischen Fähigkeiten in Form privater Studien bei Elisabeth Voigt und Max Schwimmer abschloss, hinterließ ein durch Jahrzehnte reichendes, umfangreiches Werk als Zeichner, Grafiker und Maler.
Als neugieriger Mensch probierte er vieles aus, nicht nur hinsichtlich der Thematik seiner Arbeiten, sondern auch in Bezug zur Vielgestaltigkeit der von ihm verwendeten Techniken. So finden wir bis in kleinste Detail minutiös gemalte Bilder, pastöse Malereien, große farbige Bildkollagen aus besonders ausgewählten Tapetenteilchen und Stilleben, deren Grundierung mit feinem Sand durchmischt wurde, so dass eine fast greifbare Oberfläche entstand.
Das grosse Interesse und die Freude an der handwerklichen Seite künstlerischer Arbeit zeigt die Bandbreite, über die dieser Künstler hinsichtlich der technischen Möglichkeiten verfügte. Die offensichtliche Freude, für seine Bildgestaltung auch unübliche Vorgehensweisen auszuprobieren, dürfte wohl neben der Grundlegung in seinem Talent auch in der Wahl seines Lebensberufes begründet sein. Rudolf Voigt ist beinahe ein Leben lang als Kunsterzieher tätig gewesen.
Aus der Fülle seiner Arbeiten, wobei neben den Bildern noch die Vielzahl der Zeichnungen, die häufig als Studien oder Vorarbeiten in Verbindung zu den Gemälden stehen, und nicht wenige druckgrafische Werke unbedingt zu benennen sind, tritt dem Betrachter ein ungewöhnlich interessierter Mensch entgegen. Offen, zugleich betroffen und bedrückt, steht er den Problemen der Gegenwart in der Welt gegenüber, sieht schmerzerfüllt den Missbrauch, den Zeitgenossen mit den natürlichen Ressourcen treiben, schafft Bildpaare, die Gegenwart und auf sie bezogene denkbare Zukunft zum Gegenstand haben. In anderen Werken versucht er die Verzweiflung Einzelner angesichts des unentrinnbaren Eingespanntseins zwischen dunklen Mächten zu gestalten, die sich hinter grimmigen Masken verbergen, strebt er danach, ein Bild für die Daseinslage der Menschen im östlichen Deutschland seit 1989 zu finden, das hochfliegende und bald enttäuschte Erwartungen zusammenfügt mit der unbarmherzigen Realität und weiß um das Unvermögen, als Künstler eingreifen zu können.
Seine Macht endet mit der Fertigstellung des Bildes und nun ist es dem Betrachter überlassen und seiner Erlebnisfähigkeit, seinem Wollen, sich auf Bilder einzulassen und seiner Sensibilität, Bildsignale empfangen zu können.
Gerade hier findet sich bei Rudolf Voigt der Ansatz zu skurrilen Elementen, um durch Übersteigerung, gewollte Umformung von Proportionen, Brechung gewohnter Sichtweisen den Betrachter aus der Routine der Bildaufnahmen herauszureißen.
In seinen Gestaltungsweisen sind klassisch realistische Züge ebenso zu finden, wie neusachliche oder surrealistische Anklänge. Die eigene Handschrift ist dagegen verborgen, es bleibt zu vermuten, dass es ihm darum in erster Linie nicht zu tun war. Seine Werke sollten als Mitteilung verstanden werden. Sucht der Betrachter dennoch nach Eigenheiten, dann wird er Erzählfreudigkeit und Leidenschaft für Skurriles entdecken und dabei sehr bald auf die „Narrenzüge“ des Künstlers stoßen: Buntfarbigkeit des Lebens, heitere Gelassenheit, derber Humor, fröhliches Treiben, makabere Absonderlichkeiten, Unalltägliches, Schelmenhaftigkeit – Rudolf Voigt ein fabulierender Erzähler.
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Eva Bur am Orde’s "Zeitgeist" zu Gast bei Fine Art Ausstellung Zeitgeist
Eva Bur am Orde
Vom 15. April bis 4.Mai 2012 präsentierte sich in der Westarkade des Gohliser Schlößchens in Leipzig Eva Bur am Orde’s "Zeitgeist". Der "Zeitgeist" ist eine Auswahl der figurativen Werke der Künstlerin der vergangenen zwei Jahre.
Überrascht war die Malerin von der positiven Resonanz der Besucher. "Da sind mehr Leute an einem Tag in der Ausstellung, als im Bildermuseum während der Woche", so ein Leipziger Kunstkenner. Das die strahlenden Motive Eindruck hinterlassen haben, zeigt sich auch daran, daß die bekannte Galerie Bodo W. Hellmann Fine Art nunmehr die Künstlerin vertritt und diese in den nächsten Jahren aktiv unterstützen wird. Bodo W. Hellmann ermöglicht es dem "Zeitgeist" zudem in etwas reduzierter Form weiterhin in Leipzig bleiben zu können. In der Galerie in der Katharienenstraße 1-3 werden sechs der Werke gezeigt.
Am 28. September verläßt der "Zeitgeist" allerdings Leipzig um zum nächsten Spielort der Wanderausstellung umzuziehen. In der Philharmonie (Walberg-Gastronomie) in Essen wird der Zeitgeist erneut aufleben und dort bis Ende Januar 2013 den Besuchern der Kultureinrichtung die strahlende Schönheit von beispielsweise dem "7.Himmel" , "Götterbote" oder "Skull & Bones" vermitteln.
In etwa einem Jahr wird der Zeitgeist nochmals wandern. Dann ist er in der Hansestadt Lübeck zu Gast.
Eva Bur am Orde " Es war mir eine Ehre, meinen Zeitgeist in Leipzig zu präsentieren. Besonders freute mich das große Interesse bei den Besuchern meiner Ausstellung. Durch die Zusammenarbeit mit der Galerie Bodo W. Hellmann Fine Art bin ich mir sicher einen kompetenten Partner gefunden zu haben, der meine Arbeit schätzt und ich freue mich auf erfolgreiche Jahre." Weiterhin äußerte die Künstlerin " Besonders die Verlängerung des Zeitgeistes in Leipzig zeigt mir, daß Leipzig eine Stadt ist mit mannigfaltigen Ausprägungen ist und einem hohen Interesse an zeitgenössischer Kunst."
In den nächsten Wochen wird die Künstlerin verstärkt in ihrem Atelier arbeiten, denn nicht nur die Besucher sollen neue Werke gezeigt bekommen, auch die Sammlerkreise warten schon auf neue Bilder der Ausnahmekünstlerin.
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Werner Tübke | 80 x 60 cm | signiert
Werner Tübke war der Sohn einer Kaufmannsfamilie, er besuchte er die Volksschule in Schönebeck und ab 1939 das örtliche Realgymnasium. Bereits ab 1940 erhielt er privaten Zeichenunterricht in Magdeburg. Den Zweiten Weltkrieg erlebte er als Heranwachsender, das Kriegsende eher unspektakulär. Während des Einmarsches der Amerikaner im April 1945 „malte [er] im väterlichen Garten Pflanzenaquarelle sehr sorgfältig“.[1] Zu einer einschneidenden Erfahrung wurde dagegen seine mehrmonatige Internierung im Jahre 1946 durch ein sowjetisches Militärtribunal. Tübke wurde zu Unrecht verdächtigt, einen Mordanschlag auf einen russischen Major verübt zu haben.
Nach einer Malerlehre, dem Besuch der Handwerksmeisterschule in Magdeburg sowie der Nachholung des Abiturs 1946/47 studierte Werner Tübke von 1948 bis 1950 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Besonderen Einfluss übte dabei die Künstlerin Katharina Heise auf ihn aus, deren Schönebecker Kreis er angehörte. 1950 wechselte er zum Studium der Kunsterziehung an das Caspar-David-Friedrich-Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, das er 1953 mit dem Staatsexamen abschloss. Nach einer Tätigkeit 1953/54 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralhaus für Volkskunst in Leipzig war er von 1954 bis 1956 und 1957 bis 1963 als freischaffender Künstler tätig. Von 1956 bis 1957 arbeitete er zwischenzeitlich als wissenschaftlicher Oberassistent an der HGB Leipzig, bevor er aus kunstpolitischen Gründen entlassen wurde. 1958 konnte er als Sieger eines Wettbewerbes das Hotel Astoria in Leipzig mit seiner ersten größeren Arbeit, den Wandbildern Die fünf Kontinente gestalten. Die Zeit um 1960 war von wachsender Anerkennung für sein Werk bestimmt. Tübke begann in künstlerischen Leitungsgremien Leipzigs mitzuwirken und heiratete 1960 die Malerin Angelika Hennig. Anschließend bereiste er ein Jahr lang die Sowjetunion, u. a. den Kaukasus und die mittelasiatischen Republiken.
Nach seiner Rückkehr wurde er wieder als Oberassistent in Leipzig eingestellt und 1964 zum Dozenten berufen. In den folgenden Jahren verarbeitete er in mehreren Gemälden des Zyklus Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze die Grauen der Nazi-Herrschaft, insbesondere deren ungenügende Aufarbeitung in der BRD. Sein sinnbildreicher, geradezu symbolistischer Stil mit vielen Rückbezügen auf die Renaissance-Malerei stieß auf heftige Kritik von offizieller Seite. Seine Entlassung im Jahre 1968 wurde nur durch den Protest seiner Studenten verhindert. Zwischen 1970 und 1973 gestaltete er das Wandbild Arbeiterklasse und Intelligenz am Rektoratsgebäude der Karl-Marx-Universität zu Leipzig. Während dieser Zeit reiste er zweimal nach Italien, studierte die Renaissance- und Barock-Malerei und errang mit seiner dortigen Einzelausstellung, der ersten außerhalb des Ostblocks, auch internationale Anerkennung (so z. B. Goldmedaille der Grafikbiennale von Florenz).
1972 wurde er zum Professor ernannt, von 1973 bis 1976 war er Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Während seiner Lehrtätigkeit wirkte er auf viele seiner Schüler prägend, z. B. Ulrich Hachulla, Arno Rink, Wolfgang Peuker, Erich Kissing, Dietrich Wenzel. In dieser Zeit gestaltete er unter anderem das Polypytchon Der Mensch – das Maß aller Dinge für den Palast der Republik. 1976 wurde er geschieden und heiratete ein drittes Mal. Tübke arbeitete wieder nun freiberuflich, bereiste viele Länder Europas, diesseits wie jenseits des Eisernen Vorhanges, wobei Italien immer wieder seine Aufmerksamkeit auf sich zog. 1976 begann er mit der Arbeit an seinem Magnum Opus: dem Frankenhausener Bauernkriegs-Panorama. Das gigantische Rundgemälde von 14 Metern Höhe und 120 Metern Umfang mit dem offiziellen Titel Frühbürgerliche Revolution in Deutschland wurde im Auftrag des DDR-Kulturministeriums in Erinnerung an den Deutschen Bauernkrieg geschaffen, in dessen revolutionärer Tradition man sich sah. Elf Jahre (mit Unterbrechungen) sollten Tübke und seine Assistenten für dessen Verwirklichung brauchen.
Dennoch reiste er weiterhin viel, nahm 1977 an der Documenta teil, wurde in West und Ost vielfach ausgezeichnet, begegnete u. a. Ernst Fuchs, Giorgio de Chirico, Rudolf Hausner und Martin Walser. Das Bauernkriegs-Opus wurde 1987 vollendet und 1989 schließlich eingeweiht. 1988 bereiste er zum ersten Mal die USA. Die unruhigen Wende-Jahre verarbeitete er in Bildern wie Herbst ’89 (1990) und Verwirrung (1991) und reflektierte seine eigene Vergangenheit 1993 in Der alte Narr ist tot. Während der 1990er Jahre gestaltete er nur noch zwei größere Werke: das Bühnenbild und die Kostüme zu Gian-Carlo del Monacos Inszenierung von Webers Freischütz in Bonn 1993 sowie den Flügelaltar von St. Salvatoris zu Clausthal-Zellerfeld im Oberharz, aufgrund der explizit religiösen Motivik vielfach als eines seiner intimsten Werke angesehen. 1997 erkrankte Tübke schwer. Seiner Genesung 1998 folgten einige weitere letzte Reisen, vor allem nach Italien. Nach abermaliger Erkrankung verstarb Werner Tübke am 27. Mai 2004 in Leipzig.
Tübke war seit 1976 in dritter Ehe mit der Rechtsanwältin Brigitte Tübke-Schellenberger verheiratet. Tübke hatte fünf Kinder, darunter die Malerin und Grafikerin Claudia Tübke (* 1954)[2] und den Fotografen Albrecht Tübke (* 1971).[3] Sein Lebenswerk stiftete Tübke testamentarisch dem Germanischen Nationalmuseum, ausgestellt werden diese in einer Dauerausstellung in seinem ehemaligen Domizil und Atelier, der Villa Tübke in der Leipziger Springerstraße 5.[4] Tübke wurde auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt. Im Mai 2006 ist die Tübke Stiftung Leipzig ins Leben gerufen worden.Quelle: Wikipedia
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Gotthard Kuel |
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Claudia Tübke
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Frank Hauptvogel
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Anna Tessenow
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Erich Fraaß
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